In 40 Jahren von der MC1- zur MC6-Steuerung mit smartCube
Eine Reise durch die Geschichte der Steuerung für Spritzgießmaschinen

Die Entwicklungsgeschichte startete 1980 mit der MC1-Steuerung. Heute, in der aktuellen Version MC6 steuert der Maschinenbediener die Spritzgießmaschine über ein modernes Multitouchpanel. Nicht mehr viel erinnert an die erste Steuerung vor 40 Jahren, oder doch?

Text KraussMaffei  Fotos KraussMaffei

Seit 1980 wird die KraussMaffei-Steuerung kontinuierlich weiterentwickelt. Einzelne Komponenten, Funktionalitäten und der innere Aufbau haben sich wiederholt verändert. Resultat ist eine ausgereifte Steuerung mit vielen Möglichkeiten, die trotz der langen Laufzeit topaktuell ist.

Von MC1 bis MC6 in 40 Jahren: Streng genommen gibt es noch mehr Generationen: Auch Weiterentwicklungen wurden betrieben, die nach außen nicht zwingend erkennbar waren, obwohl sich einzelne Komponenten, Funktionalitäten oder der innere Aufbau komplett geändert haben. Sie orientierten sich an den neuesten Trends und dem, was technisch machbar und industriell zuverlässig einsetzbar war.

Ihr Ziel ist es, möglichst fortschrittlich zu sein, aber Innovationen so umzusetzen, dass sich Anwender schnell mit der Steuerung – dem Gesicht der Maschine – zurechtfinden; ihre Bedienung ist immer sehr intuitiv.

Die erste Steuerung:
Die erste Steuerung:
1980 startete die Bedienung von Spritzgießmaschinen mit der MC1-Steuerung.
Die MC3-Steuerung
Die MC3-Steuerung
hatte ab 1987 ein fahrbares Pult.

Elektronik statt Relaiskontakte

Die größten Schritte in vier Jahrzehnten waren die Steuerung durch Elektronik statt Relaiskontakte. Ende der 1970er bei der MC1.

Bei der MC2 wurde sie durch eine frei programmierbare Elektronik ersetzt und konnte auf einem Mikro-Controller basierend über Software angesteuert werden. Zur MC3 gehörten ab 1987 ein Bildschirm im fahrbaren Pult und 1991 der erste Flachbildschirm.

Die MC4 erlaubte 2003/2004 eine Roboterintegration. Bei der MC5 war die Bedienung 2004 zunächst mit Folien- und dann mit Glastouch möglich. Bei der MC6 basiert die gesamte Visualisierung auf Windows. Seit 2015 gibt es sie mit kapazitivem Vollglas-Display, das mit Wischen funktioniert. Deshalb wird sie "das Smartphone der Kunststoffindustrie“ genannt.

"Unser Ziel ist es, möglichst fortschrittlich zu sein, aber Innovationen so umzusetzen, dass sich Anwender schnell mit der Steuerung – dem Gesicht der Maschine – zurechtfinden. Ihre Bedienung ist immer sehr intuitiv.“
Günter Grimm, Head of Control Technology bei KraussMaffei

Modulares System

Konzeptionell ist die MC6 sowohl in der Hardware als auch in der Software ein modulares System: Über den Echtzeit-Ethernet-Bus in der Maschinenverkabelung können Aktoren, Sensoren und Elektronikkomponenten angebunden werden. Dank modernster OPCUA-Technologie wurde die Konnektivität mit anderen Geräten integriert.

Überdies gibt es Funktionalitäten wie den DataXplorer, der Messwerte erfassen, abspeichern und auf externen Speichermedien ablegen kann. Mit smart Operation können ungelernte Arbeitskräfte nach einer 15-minütigen Einweisung die Maschine mit einem roten und einem grünen Knopf vom Stillstand zur Produktion und zurück lenken.  

smartCube serienmäßig in neuer MC6 verbaut

Seit 2021 wird auch in der Standardausführung der KraussMaffei smartCube eingebaut: ein Baustein, der für aktuelle und kommende Industrie-4.0-Funktionalitäten verwendet werden kann. 

Die neueste Generation der Spritzgießmaschinensteuerung:
Die neueste Generation der Spritzgießmaschinensteuerung:
Seit 2021 enthält die MC6-Steuerung serienmäßig über einen smartCube für sämtliche Industrie-4.0-Funktionalitäten.