"Nur Zusammenarbeit bringt uns weiter"
Dr. Karlheinz Bourdon wird in "Plastics Hall of Fame" aufgenommen

Zum Auftakt der NPE nimmt die Plastics Academy in diesem Jahr zehn neue Mitglieder in ihre "Hall of Fame“ auf, darunter auch Dr. Karlheinz Bourdon, Senior Vice President Integration der KraussMaffei Gruppe. Im Interview mit dem Fachmagazin "Kunststoffe" spricht Dr. Bourdon über die Höhepunkte der Spritzgießmaschinenentwicklung und die Integration von KraussMaffei Gruppe in die Firmengruppe von ChemChina.

Text Petra Rehmet  Fotos KraussMaffei

Ausgewandert nach Amerika ist er nicht, wie einige deutschstämmige Preisträger vor ihm – man denke an die Namen Jobst Gellert, Robert Schad oder H. Gunther Hoyt. Dennoch hat Dr. Karlheinz Bourdon einen guten Teil seines Berufslebens in den USA verbracht oder mit amerikanischen Konzernstrukturen gelebt. Der 60-Jährige freut sich im Interview erkennbar auf die Gala am Vorabend der NPE, mit der er in die "Plastics Hall of Fame“ aufgenommen wird.

Kunststoffe

Herr Dr. Bourdon, herzlichen Glückwunsch zur Aufnahme in die "Plastics Hall of Fame“. Womit haben Sie das verdient?

Dr. Karlheinz Bourdon

(Lacht.) Das ist als Betroffener gar nicht so einfach zu sagen. Mich freut es jedenfalls besonders, dass diese Auszeichnung aus Amerika kommt. Ich habe ja einige Jahre in Amerika gearbeitet und mich immer bemüht, den Brückenschlag zwischen den USA und Europa in beide Richtungen hinzukriegen. Vielleicht hat die Jury auch mein Bestreben in die Waagschale geworfen, dass wir möglichst viele elektrische Spritzgießmaschinen bauen und nicht nur hydraulische.

Dr. Karlheinz Bourdon
Dr. Karlheinz Bourdon
freut sich über die Aufnahme in die "Plastics Hall of Fame"

Kunststoffe

Was ist denn mit der Aufnahme in die "Hall of Fame“ verbunden?

Dr. Bourdon

Es ist eine Ehrung im klassischen Sinne, die Aufnahme in einen ganz illustren Kreis, der auch viele neue Kontakte bringt. Und ich empfinde es als starkes Symbol dafür, dass unsere Industrie Innovationen würdigt. Sehr positiv sehe ich auch, dass die Amerikaner dabei offen sind für Nicht-Amerikaner – selbst in einer Zeit, in der Handelsbeschränkungen drohen. Aber nach vorne bringt uns nur Zusammenarbeit. Und da habe ich schon das Gefühl, dass die amerikanische Kunststoffindustrie das auch so sieht.