Wetmolding erstmalig vollautomatisiert
Live-Vorführung zum Competence Forum

Premiere zum Competence Forum am 6. und 7. Juni in München feiert die neue vollautomatisierte Wetmolding-Anlage (Nasspressen) der KraussMaffei Reaktionstechnik, mit der sich im Vergleich zu manuellen Lösungen die Zykluszeit halbieren und die Prozesssicherheit erhöhen lässt. Auf der Turnkey-Anlage im Technikum können Besucher die Herstellung von Plattenbaueilen auf Basis von Polyurethan live erleben.

Text Petra Rehmet  Fotos KraussMaffei

Beim sogenannten Wetmolding bringt man ein Matrixmaterial bahnenförmig auf ein plan liegendes Faserhalbzeug auf und presst es anschließend in einem Werkzeug in Form. Die Vorteile gegenüber den bekannten Hochdruckverfahren: Die Zykluszeit ist kürzer, weil das Benetzen außerhalb des Werkzeugs erfolgt, es ist kein Preforming nötig und zudem lassen sich Recyclingfasern verwenden. Eine vollautomatisierte Anlage wird die Technologie anhand einer Prüfplatte aus Basaltfasern demonstrieren. Ein mit Nadelgreifern ausgestatteter Roboter entnimmt die Fasermatten, führt sie dem Applikationstisch zu, wo ein Handlingroboter mit Mischkopf (MK 10-2K-RTM) und Breitschlitzdüse die PUR-Matrix aufträgt. Der Greif-Roboter legt die Matte ins Werkzeug ein und der Form- und Aushärtevorgang beginnt. Der verwendete MX-Formenträger mit 8.000 kN Schließkraft hat drei Schnittstellen, so dass wahlweise Epoxy, PUR oder PA verarbeitet werden können. Zur Anwendung kommt eine Dosiermaschine RimStar 8/4 RTM mit PUR-Matrix.