Das Beste aus zwei Welten
Neues Schäumverfahren Plastinum live auf der Fakuma

Die serienreife Lösung Plastinum Perfoamer verbindet die Vorteile chemischer und physikalischer Schäumprozesse beim Spritzgießen. So lassen sich erhebliche Material- und Gewichtseinsparungen erzielen. Live zu erleben ist die vom Kunststoffinstitut Lüdenscheid und der Linde AG entwickelte Lösung auf der Fakuma auf einer vollhydraulischen CX 50-380 von KraussMaffei.

Text Petra Rehmet  Fotos KraussMaffei

Bei dem neuartigen Prozess wird ein getrocknetes Granulat in einem Druckbehälter mit CO2 angereichert. Das Gas diffundiert dabei in das Granulat ein. Anschließend kann das mit Gas versetzte Granulat auf konventionellem Weg, also manuell oder über Saugförderer, der Spritzgießmaschine zugeführt werden. Damit vereint das neue Verfahren die einfache Handhabung chemischer Schäumprozesse mit den positiven Effekten des physikalischen Schäumens. Dies erfolgt vollautomatisch über eine autarke Peripherielösung, die aus Trockner und Autoklav besteht. Die Anlage ist in der Handhabung einem Materialtrockner ähnlich, sie kann ebenfalls mehrere Maschinen gleichzeitig bedienen und dadurch kleinere und größere Chargen wirtschaftlich herstellen.

Hohe dimensionale Stabilität

Konkret verbessert das Verfahren wie alle chemischen und physikalischen Schäumverfahren die Produktqualität, indem es eine hohe dimensionale Stabilität der Spritzgussteile gewähreistet. Verzug und Einfallstellen werden minimiert. Insbesondere langfaserverstärkte Thermoplaste (LFT-Granulate) lassen sich so schonend ähnlich wie beim Kompaktspritzgießen aufbereiten, da eine Standardschnecke eingesetzt werden kann. Zudem sind gute Schäumergebnisse und somit erhebliche Material- und Gewichtseinsparungen möglich. Nicht zuletzt ermöglicht Plastinum Kosteneinsparungen: Maschinen können sowohl zum Schäumen als auch für den Kompaktspritzguss eingesetzt werden. Die Nachrüstung bestehender Anlagen ist problemlos möglich.

Vorteile Plastinum

  • Verbindung der Vorteile chemischer und physikalischer Schäumprozesse
  • Hohe dimensionale Stabilität der Spritzgussteile
  • Erhebliche Material-, Gewichts - und Kosteneinsparungen
  • Problemlose Nachrüstung

Besucher der Fakuma können das neue System auf den Stand des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid an einer CX 50-380 live in Augenschein nehmen. Die CX-Baureihe von KraussMaffei bietet eine optimale Technologiebasis für das Projekt. Sie verfügt über eine hervorragende Plastifizier- und Einspritzeinheit für eine gleichmäßige Homogenisierung der beladenen Schmelze. Die zuverlässige Maschinenverschlussdüse gewährt in Verbindung mit der vorhandenen PV-Regelung eine hohe Prozessicherheit.

Kunststoff Institut Lüdenscheid/KraussMaffei auf der Fakuma, 16. - 20. Oktober 2018, Halle A5 – Stand 5312

Kontakt

Andreas Handschke
andreas.handschke@kraussmaffei.com

Technology Manager Multinject/SpinForm/CellForm(MuCell)