Kosteneffizienter Leichtbau im Fokus
KraussMaffei auf der Composites Europe

Großserientaugliche Verfahren und zukunftsweisender Leichtbau: Auf der Composites Europe vom 6. bis 8. November in Stuttgart präsentiert KraussMaffei intelligente Lösungen für die Herstellung faserverstärkter Kunststoffbauteile.

Text Petra Rehmet  Fotos KraussMaffei

Dank der übergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Spritzgieß- und Reaktionstechnik bietet KraussMaffei als einer der wenigen Anbieter am Markt Technologien und Systeme für die Verarbeitung duroplastischer und thermoplastischer Matrixsysteme aus einer Hand.

Hoher Automatisierungsgrad

Der Markt für Composites entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch. Wichtige Innovationstreiber sind automatisierte Prozesse, die eine großserientaugliche Fertigung erlauben. Vor diesem Hintergrund optimiert KraussMaffei seine Anlagen und Verfahren kontinuierlich und erweitert sein Portfolio. Dazu zählt zum Beispiel die iPul-Pultrusionsanlage, die erste Komplettanlage für das kontinuierliche Strangziehen gerader und gekrümmter Profile. Mit bis zu zweimal schnelleren Produktionsgeschwindigkeiten als übliche Wannen- oder Durchziehverfahren eröffnet sie ganz neue Märkte für die Pultrusion. Kurze Zykluszeiten, hohe Reproduzierbarkeit sowie ein hoher Automatisierungsgrad zeichnen die fünf verschiedenen RTM-Verfahren (Resin Transfer Molding) von KraussMaffei aus. Im Fokus der Composites Europe steht besonders das Wetmolding, auch Nasspressen genannt. Es zeichnet sich durch eine vereinfachte Prozesskette aus - der Preformprozess entfällt vollständig – und bietet damit eine wirtschaftliche Alternative zur Herstellung neuer Leichtbauelemente speziell im Fahrzeugbau.

Thermoplastischer Leichtbau im Kommen

Um die Verarbeitung thermoplastischer Matrixsysteme geht es beim FiberForm-Verfahren. FiberForm bezeichnet das Thermoformen und Hinterspritzen von Organoblechen, also plattenförmigen Halbzeugen mit Endlosfasern aus Glas, Carbon oder Aramid, die in eine thermoplastische Matrix, etwa aus Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP) eingebettet sind. Im Prozess werden diese Halbzeuge zunächst aufgeheizt, im Spritzgießwerkzeug umgeformt und anschließend mit Polymer mit oder ohne Faserverstärkung hinterspritzt.

Seit der Markteinführung auf der K 2010 wurde die FiberForm-Technologie konsequent weiterentwickelt und bietet heute eine serientaugliche Lösung.

KraussMaffei auf der Composites Europe: Halle 7, Stand C51

Kontakt

Philipp Zimmermann
philipp.zimmermann@kraussmaffei.com

Leiter Business Unit Composites/Surfaces