Von Parsdorf in die USA

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Von Parsdorf in die USA
| Katharina Knaut

Die Reise einer Großmaschine

18 LKW, 42 Packstücke und fast 12.000 Kilometer Strecke: Der Transport einer KraussMaffei-Großmaschine erfordert viel Planung, Erfahrung und Teamwork.  Doch wie gelingt diese logistische Herausforderung? Wir haben eine Großmaschine auf ihrem Weg in die USA begleitet. In diesem Artikel nehmen wir Sie mit auf die Reise: vom Produktionsstandort in Parsdorf über den Atlantik bis zum Kunden in den Vereinigten Staaten.  

Abfahrt von Parsdorf: Die Maschinenreise beginnt

Wenn eine Großmaschine unser Werk in Parsdorf (bei München) verlässt, beginnt ihre Reise lange vor dem ersten Transporttag.

Für diese Anlage, die im Sommer 2026 auf den Weg zum Kunden in den USA ging, müssen 320 Transporteinheiten geplant, vorbereitet und sicher verpackt werden – das bedeutet 42 Packstücke mit einem Bruttogewicht von rund 271 Tonnen.

Damit eine Lieferung dieser Größenordnung reibungslos abläuft, arbeitet eine Vielzahl von Teams eng zusammen: von internen Abteilungen wie Versand, Produktion, Vertrieb und kaufmännische Abwicklung bis hin zu externen Partnern wie Verpackungsdienstleister, Spedition, Reederei, Zollagenten und natürlich der Kunde.

Bereits Monate vor Produktionsende ermittelt der Neumaschinen-Versand auf Basis von Zeichnungen und 3D-Modellen die Packstückgrößen, schreibt Transporte aus, sichert Schiffsplätze, und bereitet notwendige Transportgenehmigungen vor.

Gleichzeitig laufen verschiedene Abstimmungsrunden: Die Versandabteilung plant die gesamte Route bis ins Detail – teilweise bis auf die Uhrzeit: Wann jedes Teil von der Montage an den Versand übergeben wird, wann die LKW die Teile abholen, für welchen Zeitraum Transportgenehmigungen gelten und an welchem Tag die Teile am Hafen angeliefert werden müssen. Vor allem bei großen Sondermaschinen ist es entscheidend, jeden Schritt zu planen.

Nach den Vorarbeiten werden die Bauteile verpackt und die digitale Dokumentation erstellt. Sobald die Freigabe durch den Zoll erfolgt, werden die Packstücke verladen und verlassen Parsdorf in Richtung Bremerhaven – in diesem Fall auf insgesamt 18 LKW, darunter sieben genehmigungspflichtige Fahrzeuge.